Kollagenpeptide versus Alternativen: Vergleichende Analyse

Journal of Functional Foods

Autoren: Hiroshi Matsumoto, Claire Beaumont, Anders Lindqvist

collagen peptides
marine collagen
bone broth
comparison
bioavailability
collagen types
Zusammenfassung

Eine vergleichende Bewertung von bovinen Kollagenpeptiden, Meereskollagen und Knochenbrühpeptiden mit Untersuchung der Unterschiede in Ausgangsmaterial, Kollagentypzusammensetzung, Molekulargewicht, Bioverfügbarkeit und klinischer Evidenz.

Der Kollagenergänzungsmarkt bietet drei primäre Produktkategorien: standardisierte bovine oder porcine Kollagenpeptide, Meereskollagen aus Fischquellen und Knochenbrühpeptide aus der traditionellen langsam köchelnden tierischen Knochen und Bindegewebe. Jeder Produkttyp weist unterschiedliche Merkmale in Zusammensetzung, Bioverfügbarkeit und Evidenzbasis auf, die einen sorgfältigen Vergleich für Forschungs- und Verbraucheranwendungen verdienen. Standardkollagenpeptide, typischerweise aus Rinderhaut oder Schweinehaut gewonnen, werden durch kontrollierte enzymatische Hydrolyse hergestellt, um Peptidfragmente im Bereich von zwei bis sechs Kilodalton zu erhalten. Diese Produkte sind stark standardisiert, mit konsistenten Molekulargewichtsverteilungen, Aminosäureprofilen und Chargen-zu-Chargen-Reproduzierbarkeit. Sie enthalten überwiegend Kollagen Typ I und Typ III und sind reich an den Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin, die für kollagene Proteine charakteristisch sind. Die klinische Evidenzbasis für standardisierte Kollagenpeptide ist unter den drei Kategorien am stärksten, einschließlich der Metaanalyse von neunzehn randomisierten kontrollierten Studien, die Vorteile für Hautfeuchtigkeit, Elastizität und Faltenreduktion bei Dosen von 2,5 bis 15 Gramm pro Tag bestätigt. Meereskollagenpeptide stammen hauptsächlich aus der Haut und den Schuppen von Fischarten, wobei Kabeljau, Tilapia und Lachs die häufigsten Quellen sind. Meereskollagen ist überwiegend Typ I und hat nach der Hydrolyse tendenziell ein geringeres Molekulargewicht als bovine Quellen, was einige Forscher auf eine überlegene Bioverfügbarkeit aufgrund schnellerer gastrointestinaler Absorption hindeutet. Studien an gealterten Mausmodellen zeigten, dass zwölf Wochen Supplementation mit Fischkuppenkollagenhydrolysat die epidermale Barrierefunktion, dermale Elastizität und Wassergehalt wiederherstellt, mit messbaren Verbesserungen, die innerhalb von zwei Wochen auftreten. Meereskollagen weist auch antioxidative Eigenschaften auf, wobei Peptide eine Radikalfangaktivität zeigen, die mit synthetischen Antioxidantien wie butyliertem Hydroxytoluol vergleichbar ist. Knochenbrühpeptide stellen die am wenigsten standardisierte, aber nutritiv komplexeste Option dar. Durch langes Köcheln von tierischen Knochen und Bindegeweben hergestellt, enthält Knochenbrühe kollagenabgeleitete Peptide neben Gelatine, Glykosaminoglykanen wie Chondroitin und Glucosamin, Hyaluronsäure und einem Spektrum an Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium. Die Analyse von Rinderknochenbrühe zeigt einen Proteingehalt von etwa 4,17 Gramm pro 100 Milliliter, wobei Aminosäuren fast siebzig Prozent des Gesamttrockensubstanzgehalts ausmachen. Die vorhandenen Kollagentypen umfassen Typen I und III aus Knochen und Haut sowie Typ II aus Knorpeleinschlüssen, was ein breiteres Kollagentypspektrum als entweder aufgereinigte Kollagenpeptide oder Meereskollagen allein bietet. Der Bioverfügbarkeitsvergleich zwischen diesen drei Quellen enthüllt wichtige Unterschiede. Standardisierte Kollagenpeptide wurden durch enzymatische Verarbeitung für maximale Absorption optimiert, mit gut charakterisierten Pharmakokinetiken, die eine intakte Dipeptidabsorption und Gewebeverteilung zeigen. Meereskollagen kann aufgrund seines geringeren Molekulargewichts eine etwas schnellere Absorptionskinetik bieten, obwohl direkte Pharmakokinetikvergleiche mit bovinen Kollagenpeptiden begrenzt sind. Knochenbrühpeptide sind hinsichtlich der Absorption am wenigsten charakterisiert, da der Kochprozess eine heterogene Mischung von Peptidgrößen und -strukturen erzeugt, die nicht der gleichen Tiefe pharmakokiketischer Analyse unterzogen wurde. Für spezifische Gesundheitsziele beinhaltet die Wahl zwischen diesen drei Quellen Kompromisse. Für die Hautgesundheit haben sowohl standardisierte Kollagenpeptide als auch Meereskollagen starke Unterstützungsevidenz, wobei Meereskollagen zusätzliche antioxidative Vorteile bietet, die für Photoalterung besonders relevant sein können. Für die Gelenkgesundheit haben standardisierte Kollagenpeptide die meisten klinischen Daten, während Knochenbrühe den Vorteil von natürlich vorkommendem Chondroitin und Glucosamin neben den Kollagenpeptiden bietet. Für die Darmgesundheit werden Knochenbrühpeptide traditionell aufgrund ihres Glutamingehalts und der Anwesenheit von Gelatine bevorzugt, obwohl klinische Evidenz für diese spezifische Anwendung im Vergleich zu Haut- und Gelenkdaten für aufgereinigte Kollagenpeptide vorläufig bleibt. Allergenüberlegungen unterscheiden sich erheblich zwischen den Quellen. Bovine und porcine Kollagenpeptide geben Anlass zur Sorge für Personen mit spezifischen Fleischallergien oder religiösen Ernährungsbeschränkungen. Meereskollagen erfordert Vorsicht bei Personen mit Fischallergien. Knochenbrühe-Allergenprofile hängen vom verwendeten Tierquellentyp ab. Aus Nachhaltigkeitsperspektive bietet Meereskollagen, das aus Fischereiindustrieabfallströmen gewonnen wird, Umweltvorteile.

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