Humanin molecular structure
Humanin molecular structure
Experimentell
Langlebigkeit

Humanin

Auch bekannt als: HN, Mitochondrial-derived peptide

MW

2687.10 Da

Formel

C117H185N35O34S2

CAS

330936-69-1

Verabreichungswege

1 Weg

Humanin ist ein aus 24 Aminosäuren bestehendes, aus der Mitochondrie stammendes Peptid (MDP), das von der 16S-ribosomalen RNA-Region der mitochondrialen DNA kodiert wird. Im Jahr 2001 bei einem Screening nach Faktoren entdeckt, die Neuronen vor Alzheimer-assoziierter Toxizität schützen, stellt Humanin einen Paradigmenwechsel in unserem Verständnis der mitochondrialen Genetik dar — es zeigt, dass mitochondriale DNA nicht nur strukturelle/enzymatische Proteine kodiert, sondern auch kleine bioaktive Peptide mit systemischen Signalfunktionen. Die primären biologischen Rollen von Humanin umfassen Zytoprotection gegen zellulären Stress, metabolische Regulation und antiinflammatorische Aktivität. Sein Spiegel sinkt mit dem Alter und korreliert mit zunehmender Anfälligkeit für altersbedingte Erkrankungen. Synthetische Analoga (HNG — Humanin mit Gly→Ser-Substitution an Position 14) zeigen eine 1000-fach gesteigerte Potenz und werden für neuroprotektive und kardiometabolische Anwendungen entwickelt.

Nur für ForschungszweckeNur für Bildungs- und Forschungszwecke

Forschungsanwendungen

Neuroprotektion bei Alzheimer-Krankheit

Humanin schützt Neuronen vor Amyloid-beta-Toxizität, dem primären pathologischen Mechanismus bei Alzheimer. Präklinische Studien zeigen reduzierten neuronalen Tod, verbesserte kognitive Funktion und verringerte Amyloid-Last.

Kardiovaskulärer Schutz

Forschungen zeigen, dass Humanin kardiale Ischämie-Reperfusions-Schäden reduziert, Atherosklerose hemmt und die Endothelfunktion verbessert. Zirkulierende Humanin-Spiegel korrelieren invers mit dem kardiovaskulären Erkrankungsrisiko.

Altersbedingte Stoffwechselerkrankungen

Humanin verbessert die Insulinsensitivität, reduziert die hepatische Steatose und steigert die Mitochondrienfunktion. Es kann dem metabolischen Rückgang entgegenwirken, der mit altersbedingter mitochondrialer Dysfunktion assoziiert ist.

Mitochondrienbiologie

Humanin dient als wichtiges Forschungsinstrument zum Verständnis der Signaltransduktion mitochondrialer Peptide — einer neuen Klasse retrograder Signale von der Mitochondrie zum Zellkern und zu anderen zellulären Kompartimenten.

Wirkmechanismus

Humanin wirkt über multiple Rezeptoren: Es bindet an FPRL1 (formyl peptide receptor-like 1) und aktiviert den tripartiten Rezeptorkomplex CNTFR/WSX-1/gp130 (STAT3-Signaltransduktion). Es hemmt die Bax-vermittelte Apoptose durch direkte Bindung an Bax und Verhinderung seiner mitochondrialen Translokation. Humanin bindet auch IGFBP-3, moduliert die IGF-1-Signaltransduktion und aktiviert AMPK zur metabolischen Regulation. Seine zytoprotektiven Effekte umfassen die Reduktion von oxidativem Stress, die Aufrechterhaltung des mitochondrialen Membranpotentials und die Hemmung von Caspase-Kaskaden.

Biologische Signalwege

STAT3-Überlebenssignaltransduktion über den tripartiten Rezeptor. Direkte Bax-Hemmung zur Prävention mitochondrialer Apoptose. AMPK-Aktivierung für metabolische Homöostase. ERK1/2 MAPK für Neuroprotektion. IGFBP-3-Interaktion zur Modulation der IGF-1-Achse.

Dosierungsinformationen

Typische Dosierungsbereiche für Forschungsanwendungen. Immer mit aktueller Literatur abgleichen.
Typische Dosis
500 mcg
Dosierungsbereich
100 - 5,000 mcg
Häufigkeit
Forschung: 0,1–4 mg/kg 2–3 Mal wöchentlich in Tiermodellen; begrenzte Humandaten
Gewichtsbasiert
50 mcg/kg
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Dosierungsberechnungsparameter
Fläschchengröße in Milligramm
Rekonstitutionsvolumen in Millilitern
Körpergewicht-Eingabe
Empfohlene Dosis pro kg
mcg/kg
Gewünschte Dosis-Eingabe
mcg

Berechnungsergebnisse

Konzentration
2.5 mg/ml
Dosisvolumen
0.1 ml0.100 ml
Insulinspritze
10 Einheiten
Dosen pro Fläschchen
2020 Dosen à 250 mcg

Spritzenfüllstand (100u Spritze)

05010010.0uEinheiten
0u10.0 / 100 Einheiten (10%)100u

Protokolle

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Stabilität & Lagerung

Humanin-Peptid wird als lyophilisiertes Pulver geliefert. Bei -20°C lagern. Empfindlich gegenüber Oxidation (Methionin an Position 1). Mit sterilem Wasser rekonstituieren. Kurze Halbwertszeit im Blutkreislauf (~30 Minuten). Das HNG-Analogon (Gly14→Ser) zeigt eine 1000-fach höhere Potenz bei ähnlichem Stabilitätsprofil.

Nebenwirkungen & Vorsichtsmaßnahmen

Begrenzte Sicherheitsdaten beim Menschen, da Humanin überwiegend in der präklinischen Forschung verbleibt. In Tierstudien wurde bei therapeutischen Dosen keine signifikante Toxizität beobachtet. Die theoretische Sorge besteht darin, dass die antiapoptotische Aktivität das Überleben geschädigter oder prämaligner Zellen fördern könnte.

Nur für Forschungszwecke. Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Forschungszwecken. Nicht als medizinischer Rat oder zur Selbstmedikation bestimmt.

Regulatorischer Status

Experimentell

Investigative Verbindung. Keine regulatorischen Zulassungen. Präklinische und frühe translationale Forschungsphase. Nicht von der WADA verboten.

Forschungsstudien

Humanin: A Neuroprotective Peptide from Mitochondrial DNA

Hashimoto Y, Niikura T, Tajima H, et al.

Proceedings of the National Academy of Sciences
2001
Quelle anzeigen

Humanin and Age-Related Diseases

Yen K, Lee C, Mehta H, Cohen P.

Aging Cell
2013
Quelle anzeigen

Mitochondrial-Derived Peptides as Novel Biomarkers

Kim SJ, Xiao J, Wan J, et al.

Cell Metabolism
2017
Quelle anzeigen
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