Oxytocin molecular structure
Oxytocin molecular structure
Zugelassen
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Oxytocin

Auch bekannt als: Pitocin, Syntocinon, OXT, The Love Hormone, The Bonding Hormone

MW

1007.19 Da

Formel

C43H66N12O12S2

CAS

50-56-6

Verabreichungswege

3 Wege

Oxytocin ist ein natürlich vorkommendes Nonapeptid-Hormon, das im Hypothalamus produziert und aus der Neurohypophyse freigesetzt wird. Erstmals 1906 von Henry Dale entdeckt und 1953 von Vincent du Vigneaud synthetisiert (Nobelpreis). Oxytocin stimuliert Uteruskontraktionen während der Geburt und den Milchausstoß beim Stillen. Forschungen der letzten Jahrzehnte haben Oxytocin als fundamentalen Regulator von Sozialverhalten, emotionaler Bindung, Vertrauen und Empathie identifiziert. Die synthetische Form (Pitocin/Syntocinon) wird in der Geburtshilfe weitverbreitet eingesetzt. Intranasales Oxytocin wird bei Autismus-Spektrum-Störungen, sozialer Angst und PTBS erforscht.

Nur für ForschungszweckeNur für Bildungs- und Forschungszwecke

Forschungsanwendungen

Geburtseinleitung und -verstärkung (zugelassen, Pitocin). Prävention postpartaler Blutungen (WHO-Listenpräparat). Autismus-Spektrum-Störung — Verbesserung sozialer Kognition. Soziale Angst und PTBS — Reduktion von Angst und verbesserte Furchtextinktion. Depression — Verbesserung sozialer Funktion. Schmerzmanagement. Suchtforschung.

Wirkmechanismus

Oxytocin bindet an den OXTR, einen Gq/11-gekoppelten GPCR im Myometrium, mammären Myoepithelzellen und weitverbreitet im Gehirn. Die Aktivierung löst PLC-IP3/DAG-Signalgebung aus, erhöht intrazelluläres Calcium und aktiviert PKC.

Im Myometrium aktiviert Calcium die MLCK für glatte Muskelkontraktion. Im Gehirn reduziert OXTR in der Amygdala Furchtreaktionen und verstärkt im Nucleus accumbens die soziale Belohnungssignalgebung. Oxytocin dämpft die HPA-Stressachse durch Hemmung von CRH-Neuronen.

Biologische Signalwege

Gq/PLC/IP3/Calcium — kontraktiler Signalweg für Uteruskontraktionen und Milchejektionsreflex. Dopamin/Belohnung — verstärkte Dopaminfreisetzung bei sozialen Interaktionen. GABA/Amygdala — anxiolytischer Effekt. CRH/HPA — Unterdrückung der Stressantwort.

Dosierungsinformationen

Typische Dosierungsbereiche für Forschungsanwendungen. Immer mit aktueller Literatur abgleichen.
Typische Dosis
40,000 mcg
Dosierungsbereich
20,000 - 67,000 mcg
Häufigkeit
Nach Anweisung, Wirkdauer 2–4 Stunden
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Dosierungsberechnungsparameter
Fläschchengröße in Milligramm
Rekonstitutionsvolumen in Millilitern
Körpergewicht-Eingabe
Empfohlene Dosis pro kg
mcg/kg
Gewünschte Dosis-Eingabe
mcg

Berechnungsergebnisse

Konzentration
2.5 mg/ml
Dosisvolumen
0.1 ml0.100 ml
Insulinspritze
10 Einheiten
Dosen pro Fläschchen
2020 Dosen à 250 mcg

Spritzenfüllstand (100u Spritze)

05010010.0uEinheiten
0u10.0 / 100 Einheiten (10%)100u

Protokolle

Noch keine Protokolle mit diesem Peptid verfügbar.

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Stabilität & Lagerung

Pitocin-Injektion: 10 IE/mL, bei 20-25°C oder 2-8°C lagern, Haltbarkeit 2-3 Jahre. Nasenspray (Syntocinon): bei 2-8°C lagern, innerhalb von 3 Monaten nach Anbruch verwenden. Die Disulfidbrücke zwischen Cys1 und Cys6 ist kritisch für die Aktivität. Mit sterilem Wasser rekonstituieren, bei 2-8°C lagern, innerhalb von 14 Tagen verwenden.

Nebenwirkungen & Vorsichtsmaßnahmen

Intravenös (Geburtshilfe): Uterus-Hyperstimulation — Hauptrisiko, kann fetalen Distress verursachen. Wasserintoxikation und Hyponatriämie bei prolongierter IV-Infusion. Intranasal: Nasenirritation, Kopfschmerzen (10-15%), Schläfrigkeit. Vorübergehende Hypotonie und Tachykardie bei IV-Bolus. Oxytocin kann den Ingroup-Favoritismus verstärken.

Nur für Forschungszwecke. Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Forschungszwecken. Nicht als medizinischer Rat oder zur Selbstmedikation bestimmt.

Regulatorischer Status

Zugelassen

Pitocin FDA-zugelassen für Geburtseinleitung und postpartale Blutung. Auf der WHO-Liste unentbehrlicher Arzneimittel. Intranasales Oxytocin nicht FDA-zugelassen für psychiatrische Indikationen. Nicht auf der WADA-Verbotsliste. Verschreibungspflichtiges Medikament.

Forschungsstudien

Oxytocin Modulates Social Approach in Humans

Kosfeld M, Heinrichs M, Zak PJ, et al.

Nature
2005
Quelle anzeigen

Oxytocin and Social Cognition in Autism Spectrum Disorders

Andari E, Duhamel JR, Zalla T, et al.

Proceedings of the National Academy of Sciences
2010
Quelle anzeigen

Oxytocin: The Great Facilitator of Life

Lee HJ, Macbeth AH, Pagani JH, Young WS.

Progress in Neurobiology
2009
Quelle anzeigen

Intranasal Oxytocin: Myths and Delusions

Leng G, Ludwig M.

Biological Psychiatry
2016
Quelle anzeigen

Oxytocin and the Biologic Basis for Interpersonal and Political Trust

Zak PJ, Kurzban R, Matzner WT.

Political Behavior
2005
Quelle anzeigen
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