Zusammenfassung
Eine detaillierte Vergleichsanalyse von GHRP-2 gegenüber anderen Wachstumshormon-Sekretagoga, einschließlich GHRP-6, Hexarelin, Ipamorelin und MK-677, mit Untersuchung von Unterschieden in der GH-Freisetzungspotenz, Nebenwirkungsprofilen, Rezeptorselektivität und Eignung für verschiedene Forschungsanwendungen.
GHRP-2 nimmt eine zentrale Position unter den Wachstumshormon-Sekretagoga ein, und das Verständnis seiner relativen Stärken und Einschränkungen erfordert einen systematischen Vergleich mit den wichtigsten Alternativen.
Der Vergleich zwischen GHRP-2 und GHRP-6 ist vielleicht der am häufigsten diskutierte in der Sekretagog-Literatur, da beide Peptide dieselbe Hexapeptid-Strukturklasse und ähnliche Wirkmechanismen teilen. GHRP-2 ist konsistent wirksamer als GHRP-6 bei der Stimulation der GH-Freisetzung und produziert etwa 25 bis 50 Prozent höhere GH-Spitzenkonzentrationen bei äquivalenten Dosen. GHRP-6 hat jedoch ein unverwechselbares pharmakologisches Profil: Es produziert eine wesentlich ausgeprägtere Appetitstimulation und weniger Prolaktin- und Cortisol-Kostimulation im Vergleich zu GHRP-2.
Der Vergleich mit Hexarelin führt ein Sekretagog mit noch größerer GH-Freisetzungspotenz als GHRP-2 ein, aber mit erheblichen Kompromissen. Hexarelin zeigt die ausgeprägteste Tachyphylaxie (Desensibilisierung) bei wiederholter Gabe, mit einer Wirksamkeitsabnahme von etwa 50 Prozent innerhalb von 4 bis 8 Wochen kontinuierlicher Anwendung.
Ipamorelin stellt ein Wachstumshormon-Sekretagog der neuen Generation dar, das speziell für Rezeptorselektivität entwickelt wurde. Im Gegensatz zu GHRP-2 erreicht Ipamorelin eine relativ selektive GH-Freisetzung mit minimalen Auswirkungen auf andere Hypophysenhormone.
Der Vergleich mit MK-677 beinhaltet einen grundlegend anderen pharmakologischen Ansatz. MK-677 ist ein nicht-peptidischer, oral bioverfügbarer Ghrelin-Rezeptor-Agonist. Seine orale Gabe ist ein entscheidender praktischer Vorteil gegenüber GHRP-2, das eine subkutane oder intravenöse Injektion erfordert.



